Apollo 18

 

Regie: Gonzalo López-Gallego
Schauspieler: Nathan Walker, John Grey, Benjamin Anderson
Genre: Horror, Science-Fiction
Länge: 87 min.
Land: USA 2011
Starttermin Deutschland: 13.10.2011
FSK: ab 16 Jahre

Regie: Gonzalo López-Gallego
Schauspieler: Nathan Walker, John Grey, Benjamin Anderson
Genre: Horror, Science-Fiction
Länge: 87 min.
Land: USA 2011
Starttermin Deutschland: 13.10.2011
FSK: ab 16 Jahre

 

Apollo 18 ist der erste englischsprachige Film des spanischen Regisseurs Gonzalo López-Gallego. Der im sogenannten „found footage“ Stil gedrehte Horror- und Science Fiction-Film erzählt die Geschichte einer Mondmission, die nie stattgefunden hat.

In den Zeiten des Kalten Krieges befürchten die Amerikaner militärische Aktionen der Russen. Deshalb beschließen sie, auf dem Mond ein Überwachungssystem zu installieren, um vor Übergriffen gewappnet zu sein. Unter größter Geheimhaltung werden drei Astronauten, Lieutenant Colonel John Grey, Commander Nathan Walker und Captain Ben Anderson, auf die letzte Mondmission geschickt. Ausgerüstet mit Kameras, die jeden Schritt und jedes Ereignis aufzeichnen sollen, erreichen sie die Mondumlaufbahn problemlos. Während Grey die Raumkapsel steuert, landen Walker und Anderson mit der Landfähre Liberty auf der Oberfläche des Mondes. Bereits in der ersten Nacht werden sie durch ungewohnte Geräusche gestört. Bei der Installation der Geräte machen sie eine entsetzliche Entdeckung: In einer russischen Raumkapsel finden sie einen toten russischen Kosmonauten, der offensichtlich auf brutale Weise ums Leben gekommen ist.

Der Horror nimmt seinen Lauf. Gesteinsproben verschwinden, die amerikanische Flagge wird herabgerissen, die Außenkamera zeigt unerklärliche Aufnahmen. Die Astronauten erkennen schnell: Sie sind nicht allein auf dem Mond. Aliens, die wie Mondgestein aussehen, dringen in die Fähre ein und fahren in Raumanzüge und den Bauch von Nathan Walker. Zur Flucht ist es zu spät, die Isolierschicht der Fähre ist zerstört. Ein Entrinnen ist nicht mehr möglich.

Die Filmfirma pries ihren Film mit echten Videoaufnahmen von einer gescheiterten Mondmission an, die sie im Netz gefunden haben wollte. Erst in letzter Minute deckte sie den Werbe-Coup als solchen auf: Der Film ist reine Fiktion. Die an sich interessante Idee, einen Streifen über einen Flug zum Mond zu drehen, der nicht stattgefunden hat, wird leider nur sehr wenig spannend umgesetzt. Der Zuschauer ahnt schnell, was passieren wird, zu vorhersehbar ist der ganze Plot. Einige wenige Actionszenen sind wirklich gut gemacht, es sind aber einfach zu wenige, um die nötige Spannung aufrechtzuerhalten. Die Horrorszenen wirken teilweise eher erheiternd als gruselig. Die Anleihen an Kassenschlager wie „Aliens“ oder „Blair Witch Project“ sind deutlich zu merken. Der Handlungsverlauf ist nicht immer schlüssig, und die Frage, warum die armen Astronauten auch in höchster Gefahr daran denken, heruntergefallene Kameras aufzuheben, statt sich in Sicherheit zu bringen, bleibt unbeantwortet. Die Filmtechnik - verwackelte und verwischte Bilder, die Videoaufnahmen vortäuschen und eigentlich für eine gewisse Authentizität sorgen sollen - ist auf Dauer ziemlich nervend und verfehlt das Ziel.

Dass das Weltraumabenteuer insgesamt verunglückt ist, daran tragen die Schauspieler Ryan Robbins, Lloyd Owen und Warren Christie keine Schuld, sie legten eine veritable Leistung ab. Doch weder die Anhänger von Horrorfilmen noch die Science Fiction-Fans kommen auf ihre Kosten: zu wenig Horror, zu wenig Spannung, zu wenig Action, zu wenig Blick in eine ferne Zukunft. Stattdessen sorgt der Film für einige ungewollte Lacher und eine Menge Langeweile.


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