Das wundersame Leben des Timothy Green

Regie: Frank Coraci
Schauspieler: Kevin James, Salma Hayek, Henry Winkler
Genre: Komödie, Action
Länge: 105 min.
Land: USA 2012
Starttermin Deutschland: 08.11.2012
FSK: ab 12 Jahre
Filmverleih: Walt Disney
Originaltitel: The odd Life of Timothy Green

Eine fantastische Tragikomödie mit märchenhaften Einschlägen und durchaus ernstem Hintergrund wirdDas wundersame Leben - Szene1 ab dem 8. November die Freunde netter Familienkomödien begeistern. „Das wundersame Leben des Timothy Green“ erzählt die Geschichte eines Paares, das auf ungewöhnliche Weise zu einem Ungewöhnlichen Kind kommt.

Tim und Cindy Green, ein junges Ehepaar, wünschen sich verzweifelt ein eigenes Kind. Doch alle Bemühungen scheitern. In ihrer Trauer malen sich die beiden aus, wie ihr Kind ausgesehen hätte und wie es wohl gewesen wäre. Ihre Wünsche schreiben sie auf Zettel und legen sie in ein Kästchen, das sie im Garten vergraben. Nach einer ungewöhnlich stürmischen Nacht erwartet sie am nächsten Morgen eine große Überraschung. Im Kinderzimmer sitzt ein Junge von zehn Jahren, der völlig verdreckt ist, dem Blätter aus den Beinen wachsen – und der sie mit „Mom“ und „Dad“ anspricht. Das Kind entspricht ganz den auf den Zetteln festgehaltenen Erwartungen von Tim und Cindy. Nach anfänglichem Schrecken finden sich Tim und Cindy in ihre Rolle als Eltern ein. Sie stellen sich der Frage nach der Herkunft des Kindes nicht, sondern bemühen sich um eine liebevolle normale Erziehung des Jungen. Doch nur zu baldDas wundersame Leben - Szene2 müssen sie erkennen, dass der kleine Timothy kein normales Kind ist. Im Gegenteil, Timothy ist genauso ungewöhnlich wie sein Erscheinen bei der Familie Green.
Peter Hedges drehte die unterhaltsame Tragikomödie um ein Ehepaar, das sich verzweifelt ein Kind wünscht, und um ein Kind mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Leider gelingt ihm die Umsetzung einer durchaus spannenden Geschichte mit großem Potenzial nur unzureichend. Wenig Spektakuläres passiert bis zum vorhersehbaren zu sentimental geratenen Happy End. Insgesamt schrammt der Film scharf am typischen Hollywoodkitsch entlang und wird schließlich von Rührseligkeit überstrahlt. Kein typisches Klischee der Kindererziehung wird ausgelassen, zu sauber, nett und weichgespült wirken die Darsteller. Die Verschmelzung des ernsten Problems der Kinderlosigkeit mit Fantasyelementen ist nicht gelungen. Sie wirkt für einen Problemfilm zu unecht und ist für einen Fantasyfilm zu wenig fantastisch. In den Hauptrollen sind Jennifer Garner als Cindy und Joel Edgerton als Tim zu sehen, die beide eine solide Leistung ohne große Höhepunkte ablegen. Der kleine Cameron C. J. Adams spielt das außergewöhnliche Kind Timothy nett und sehr sympathisch. Von ihm wird sicherlich noch häufig etwas zu sehen sein. In weiteren Rollen wirken Michael Arden als Doug Wert, Rosemarie DeWitt als Brenda Best und Dianne West als Mrs. Crudstaff mit.
Kinobesucher, die an netten Filmen mit gutem Ausgang Gefallen finden, werden sich durch „Das wundersame Leben des Timothy Green“ bestens unterhalten fühlen. Für das sehr rührselige Ende empfiehlt es sich allerdings, genügend Taschentücher bereitzuhalten.


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