Free Rainer - dein Fernseher lügt

Free Rainer ist der dritte Film des österreichischen Regisseurs Hans Weingartner und versucht in diesem Film ähnlich wie in "Die Fetten Jahre sind vorbei" den Versuch darzustellen, die Gesellschaft revolutionär zu verbessern.

Rainer ist Produzent bei TTS. Er hat eigentlich alles: Erfolg, Geld, eine schöne Wohnung, teure Autos und eine Freundin. Seine Aufgabe ist es Shows zu produzieren, die möglichst viel Quote bringen, egal wie. Er bewegt sich so durch die soziale Kälte und der sinnlosigkeit dieser Shows abgestumpft am Rande der Selbstzerstörung. Sein Leben ändert sich aber abrupt als sich seine Wege mit Pegah kreuzen. Sie macht Rainer indirekt dafür verantwortlich dass ihr Großvater Selbstmord gemacht hat und verwickelt ihn deswegen absichtlich in einen Unfall. Danach ändert sich für Rainer vieles. Er möchte eine Show produzieren die informativ ist und was für die Bildung der Menschen macht. Diese stürzt quotenmäßig total ab. Als er sich mit der Quote zu beschäftigen beginnt beschließt er zusammen mit Pegah und Philip, ein Verschwörungstheoretiker, die Quote zu verändern um das Fernsehen und in weiterer Folge auch die Gesellschaft von stupiden, voyeuristischen und stumpfsinnigen Fernsehformaten wegzubringen und sie zu einer gebildeten Gesellschaft zu machen. Das ganze soll durch den Austausch der Quotenboxen in den Haushalten funktionieren, die seine angeheuerten Hilfskräfte in den Haushalten austauschen. Aber das ganze funktioniert nicht so einfach.....

Weingartner thematisiert mit dem Film sehr eindrucksvoll wie das Fernsehen nur von Quoten gesteuert wird. Egal was, Hauptsache die Quote, und dadurch die Werbeeinnahmen, stimmt. Auch wenn es etwas weit hergeholt klingt, dass sich bloß durch das Fernsehprogramm die Gesellschaft hin zu einer gebildeten so schnell verändert, zeigt er doch sehr gut die Steuerungsmöglichkeit der Medien. Auch schafft es der Film darüber nachzudenken wie unreflektiert der Großteil der Gesellschaft Informationen der Medien hinnehmen. Etwas mehr darüber nachzudenken und zu hinterfragen wäre sicher von Vorteil. Auch wenn die Charaktere im Film nicht so ganz entwickelt sind und die Handlung an sich nicht immer ganz schlüssig so ist es durchaus ein sehenswerter Film der zum Nachdenken anregt.


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