Jean-Marc Barr

Lebenswerk

Jean-Marc Barr wurde am 27. September 1960 im deutschen Bitburg geboren. Acht Jahre später zog er mit seiner Familie nach Montreuil in Frankreich. Barrs Vater arbeitete für die US Air Force und verbrachte die meiste Zeit in Kriegen. Nach seiner Rückkehr aus dem Vietnamkrieg übersiedelte die Familie ins kalifornische San Diego. Dort begann Barr mit 17 Jahren eine Priesterausbildung. Aufgrund seiner Erfahrungen mit Korruption und homosexueller Nötigung beendete er diese schon nach vier Monaten. Anstatt auf Wunsch seines Vaters daraufhin eine Karriere bei der US Air Force zu starten, begann Barr Philosophie zu studieren. Mit 20 Jahren verlegte er seinen Wohnsitz nach Paris, wo er sein Studium an der Sorbonne fortsetzte. Nach zwei Jahren in Frankreich zog Barr 1982 nach London und sammelte in einer Theatergruppe erste Schauspielerfahrungen. Zudem besuchte er die Guildhall School of Music and Drama. Im Romantikfilm „Der Märchenprinz“ gab Barr 1984 sein Filmdebüt. Zwei Jahre später kehrte er nach Frankreich zurück, um am Pariser Theater Gerard Philippe sein erstes Bühnenengagement zu feiern und in verschiedenen Fernsehfilmen mitzuwirken.

Zu großer Berühmtheit verhalf dem Schauspieler seine Rolle im Drama „Im Rausch der Tiefe“ (1988). Als Einzelgänger Jacques Mayol wurde er zum französischen Star und Teenie-Idol. Seine Leistung wurde mit dem César prämiert. Bis 1991 mied Barr Filme und trat stattdessen im Theater in London auf, um nicht fortwährend mit seiner Filmrolle identifiziert zu werden.

Mit dem Thriller „Europa“ (1991) begann Barrs enge Zusammenarbeit mit dem Regisseur Lars von Trier. Zu gemeinsamen Produktionen zählen „Breaking the Waves“ (1996), „Dancer in the Dark“ und „Dogville“ (2003). Durch Lars von Trier ermutigt betätigte Barr sich 1999 erstmals selbst als Regisseur. Sein Regiedebüt „Lovers“ – der erste Teil einer Trilogie – wurde 2001 mit „Too Much Flech“ fortgesetzt und mit „Being light“ abgeschlossen. Barrs Frau Irina Decermic, eine jugoslawische Pianistin, vertonte alle seine Regiearbeiten.


Filmographie

Als Darsteller:

1984: Der Märchenprinz (The Frog Prince)
1985: König David (King David)
1987: Hope and Glory - Der Krieg der Kinder (Hope and Glory)
1988: Im Rausch der Tiefe (Le grand bleu)
1990: Höllenglut (Le brasier)
1991: Europa
1992: Die Pest (La peste)
1994: Les faussaires
1994: Der Lieblingssohn (Le fils préferé)
1995: Für Ehre und Vaterland (Marciando nel buio)
1995: Iron Horsemen
1996: L'echappée belle
1996: Breaking the Waves
1996: Mo'
1998: The Scarlet Tunic
1998: Préférence
1998: Verrückt nach ihr (Folle d'elle)
1998: Ça ne se refuse pas
1998: J'aimerais pas crever un dimanche
1998: St. Ives – Alles aus Liebe (St. Ives)
2000: Dancer in the Dark
2000: Too Much Flesh
2001: Being Light
2002: Les fils de Marie
2002: La Sirène rouge
2003: Saltimbank
2003: Dogville
2003: Eine Affäre in Paris (Le Divorce)
2003: Les clefs de bagnole
2004: Without Love
2004: CQ2 (Seek You Too)
2005: Meeresfrüchte (Crustacés et coquillages)
2005: Manderlay
2005: Tara Road
2006: Chacun, dans sa nuit
2007: Martin Paris – Magier des Verbrechens (Martin Paris, TV)

Als Regisseur:

1999: Lovers
2000: Too Much Flesh
2001: Being Light
2004: Without Love

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