Katia Lund

Katia Lund wurde 1966 in Sao Paulo geboren. Ihre Eltern sind amerikanischer Herkunft. Katia Lund zeigte schon in der Schule eine große künstlerische Begabung. Auf der Brown University interessierte sich sich besonders für den Film und dessen Herstellung. Nach Beendigung ihrer Studienzeit wurde die junge Frau Regieassistentin. Hauptsächlich inszenierte Katia Lund damals Werbespots und Musikvideos. Als Tochter einer gutbürgerlichen Mittelschicht hatte sie von den Elendsvierteln und der Armut im Lande keine große Kenntnis. Besonders die Zustände in Rio de Janeiro waren ihr nicht bewusst. Die Zusammenarbeit mit Spike Lee öffnete ihr die Augen. Zusammen mit dem farbigen Regisseur hatte sie das Video zu Michael Jacksons Song "They don't care about us" inszeniert. Die Dreharbeiten fanden in einem realen Elendsviertel statt. Mit einem Schlag wurden der Regisseurin die sozialen Ungerechtigkeiten im Land bewusst. So begann sie 1996 mit der Arbeit an dem Dokumentarfilm "News of the private war". Dieser handelt von jungen Drogendealern im Kampf mit den Polizisten in Rio de Janeiro. Der Film wurde nach seiner Ausstrahlung für einen Emmy nominiert. Der Erfolg von "News of the private war" machte Katia Lund quasi über Nacht bekannt. In der Folgezeit machte sich sich auch wieder als Regisseurin für Musikvideos einen Namen. Hauptsächlich arbeitete sie mit brasilianischen Hip-Hop Künstlern zusammen. In dieser Zeitspanne gewann sie mehrere MTV Video Music Awards. 2001 führte Katia Lund mit Fernando Meirelles zusammen Regie bei dem Film "Golden Gate". Der Streifen schildert das erbärmliche Leben zweier Männer im Elendsviertel von Rio. Dieser Film erhielt mehrere Preise auf Filmfestivals in der ganzen Welt. Daraufhin machten Lund und Meirelles noch einen Film zusammen. Dieses Werk mit dem Namen "City of God" wurde zum bisher größten Erfolge in Katia Lunds Karriere. Erneut behandelt der Film das Problem der Drogenkriminalität in Rio de Janeiro. Der Film wurde gleich für vier Oscars nominiert. Dieser Erfolg war das Sprungbrett für die Serie "City of men". Man kann diese Produktion auch als eine Art Fortsetzung des Kinofilms "Golden Gate" ansehen.
Die Serie fand, vor allem in Brasilien, große Beachtung. Lund hat sich auch privat engagiert. Sie unterstützt die Organisation "Nos tun cinema". Diese setzt sich für eine gute Schul- und Berufsausbildung von Ghettokindern ein. Außerdem leitet sie Filmvorführungen und öffentliche Diskussionen. Diese Aktivitäten sollen immer wieder auf die sozialen Missstände in Brasilien aufmerksam machen.


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