Meryl Streep

Eine klassische Schönheit war sie nie, die amerikanische Schauspielerin Meryl Streep. Eine etwas zu große, leicht schiefe Nase und ein paar Pfunde zu viel machten ihr bereits in ihrer Jugend zu schaffen. Ihr Aussehen hinderte sie jedoch nicht daran, zu einer der gefragtesten Charakterdarstellerinnen Hollywoods zu avancieren.

Mary Louise Streep, die ihre Vornamen zu Meryl zusammenzog, wurde am 22. Juni 1949 in Summit, einem kleinen Ort in Connecticut, geboren. Ihre Vorfahren stammen aus Deutschland, der Schweiz und England, ihr bekanntester Ahnherr ist William Penn, der einst den Bundesstaat Pennsylvania gründete. Meryl Streep begann bereits in der Schulzeit damit, an Theateraufführungen mitzuwirken und entdeckte dort ihre Leidenschaft, in fremde Rollen zu schlüpfen. Sie studierte anschließend das Fach „Drama“ im Elitecollege Vassar und machte einen Abschluss als „Master of Arts“ an der Universität Yale. 
Ihre erste größere Rolle spielte sie als Inga Weiss in der TV-Serie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss“, in der sie an der Seite von James Wood und Fritz Weaver auch dem deutschen Publikum bekannt wurde. Für ihre Darstellung wurde sie mit einem Emmy ausgezeichnet, der ihr die Tür für viele weitere Filmrollen öffnete. Den endgültigen Durchbruch schaffte sie durch den Film „Kramer gegen Kramer“, für den sie 1979 ihren ersten Oscar für die beste weibliche Nebendarstellerin erhielt. Ihren zweiten Oscar bekam Meryl Streep 1983 für die Hauptrolle in dem Film „Sophies Entscheidung“. In diesem Film stellt sie eine Mutter dar, die eines ihrer Kinder opfern muss, um ihr anderes Kind und sich selbst vor den Nationalsozialisten zu retten. Mit dem dritten Oscar ihrer Karriere wurde sie 2012 für ihre Darstellung der alten, demenzkranken Margret Thatcher in dem Film „Die eiserne Lady“ ausgezeichnet. Beinahe regelmäßig jedes Jahr wird die Charakterdarstellerin für ihre schauspielerischen Leistungen für den Oscar nominiert, insgesamt waren es bisher 17 Nominierungen. Einer ihrer bekanntesten Filme, der sie in aller Welt berühmt machte, war „Jenseits von Afrika“. Zusammen mit Schauspielerkollege Robert Redford spielte sie die Geschichte der dänischen Schriftstellerin Tania Blixen. 
In vielen Filmen stellt Meryl Streep reife, charakterlich starke Frauen dar, was ihr den Ruf einbrachte, auf kühle Rollen festgelegt zu sein. Um diesem Ruf entgegenzuwirken, nahm sie in den letzten Jahren häufiger Rollen an, die sie auch von ihrer komödiantischen Ader zeigen. „Die Teufelin“ „Der Tod steht ihr gut“ mit Goldie Hawn und „Der Teufel trägt Prada“ zeigen ihre große Vielseitigkeit. Dass Meryl Streep auch singen kann, bewies sie mit Filmen wie „Robert Altman’s Last Radio Show“ und „Mamma Mia“. Seit 2001 tritt sie regelmäßig auf der Theaterbühne auf und übernimmt Sprechrollen in Filmen.
Privat ist über die Schauspielerin wenig bekannt. Sie ist seit 1978 mit Don Gummer, einem Bildhauer, verheiratet, mit dem sie drei Töchter und einen Sohn hat. Sie lebt skandalfrei abseits des Hollywood-Rummels in den Bergen von Connecticut. Sie selbst beantwortet Fragen nach ihrem Privatleben in Interviews gern mit: Sie sei nur „eine Schauspielerin, die nach der Arbeit nach Hause geht“.
Eine Auswahl ihrer bekanntesten Filme:

- Die durch die Hölle gehen – 1978
- Kramer gegen Kramer – 1979
- Die Geliebte des französischen Leutnants – 1981
- Sophies Entscheidung – 1982
- Jenseits von Afrika – 1985
- Die Teufelin – 1989
- Das Geisterhaus – 1993
- Die Brücken am Fluss – 1995
- Marvins Töchter – 1996
- Couchgeflüster – 2005
- Robert Altman’s Last Radio Show – 2006
- Die eiserne Lady - 2011


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