Real Steel

Regie: Shawn Levy
Schauspieler: Hugh Jackman, Dakota Goyo, Evangeline Lilly
Genre: Action / Drama / Science-Fiction
Länge: 126 Min. 
Land: USA/Indien 2011
Starttermin Deutschland: 03.11.2011

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Basierend auf einer Kurzgeschichte von Richard Matheson aus dem Jahr 1965, welche bereits im Rahmen einer „Twilight Zone“-Folge verfilmt wurde, bringt Regisseur Shawn Levy (Nachts im Museum, Der Rosarote Panther) mit „Real Steel“ seine Version als aktionsreiches Drama auf die Leinwand.

Charlie Kenton (Hugh Jackman) ist ein ehemaliger Boxer und Opfer des technischen Fortschritts. In der nahen Zukunft, die als Kulisse für den Film dient, sind menschliche Kontrahenten im Ring altbacken und wurden durch hochentwickelte, ferngesteuerte Kampfroboter ersetzt. Charlie schlägt sich im (wahrsten Sinne des Wortes) mit Hilfe selbstgebauter Roboter durchs Leben, unterstützt von seiner Freundin Bailey (Evangeline Lilly). Mit den Hightech-Prügeleien hält er sich über Wasser, schafft es zumeist gerade, seinen Alltag finanziell zu bewältigen – bis er mit der Zerstörung seines letzten Stahlgladiators ganz unten angekommen ist.
Dies alles ändert sich jedoch schlagartig, als Charlie vom Tod seiner Ex-Frau erfährt. Sie hinterlässt ihm seinen elfjährigen Sohn Max (Dakota Goyo). Zunächst nur aus egoistischen Motiven übernimmt Charlie das Sorgerecht für den smarten Jungen, um es nach wenigen Wochen für viel Geld an seine reiche Schwägerin zu verkaufen. Doch schnell bemerken die zwei, dass sie mit den Roboterkämpfen auf einer Wellenlinie liegen.
Max bringt eines Tages einen defekten Sparring-Bot vom Schrottplatz mit nach Hause. Vater und Sohn überarbeiten und „trainieren“ den auf den Namen „Atom“ getauften Blechkumpanen, um gemeinsam wieder in die Welt des Hightech-Boxkampfs einzutauchen. Und neben dem finanziellen und sportlichen Erfolg lernen die beiden nun was es bedeutet, eine Familie zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

Was sich in Kurzform so anhört, als würde hier kräftig auf die Tränendrüse gedrückt, ist aber ein überraschend konsequent und ohne Umweg konstruiertes Sciencefiction-Action-Drama, das in Erscheinungsbild und Inhalt eindeutig die ganze Familie anzusprechen versucht – und dieses Ziel erstaunlicherweise auch die meiste Zeit erreicht. Die Vater-Sohn-Beziehung wird glaubhaft vertieft, Hugh Jackman überzeugt als impulsiver Egoist, der den Wert von Familienbanden lernt, und die Actionszenen sind in Ausführung und Darstellung wirklich gelungen.
Die Animationseffekte sind nicht nur rein optisch schnörkellos, auch die Bewegungen der Roboter erstaunen durch ihren Realismus. Dies ist zurückzuführen auf das moderne Motion-Capture-Verfahren, bei dem während der Dreharbeiten echte Boxer gegeneinander antraten, deren Kampftechniken dann auf die Stahlkolosse übertragen wurden.

Zusammenfassend bringt „Real Steel“ alles mit, was Unterhaltungskino für jedes Alter ausmacht: Perfekt gemachte Action, gutes humoristisches Timing, rührende Vater-Sohn-Momente – und besonders gegen Ende eine gute Portion Hollywood-Pathos, der (sicherlich nicht zufällig) immens an Sylvester Stallones „Over The Top“ erinnert. Kein großer intellektueller Anspruch, aber eine Menge Spaß!


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