Ritter Rost 3D

Regie: Thomas Bodenstein, Hubert Weiland, Nina Wels
Sprecher: Rick Kavanian, Christoph Maria Herbst, Carolin Kebekus
Genre: Animatinsfilm, Kinderfilm
Länge: 78 min.
Land: Deutschland 2012
Starttermin Deutschland: 10.01.2013
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Filmverleih: Universum (Walt Disney)

Schon seit vielen begeistern die Geschichten und die tollen Songs um den tollpatschigen Ritter Rost, der im Schrottland sein Unwesen treibt, Kinder- und Elternherzen. Jetzt hat sich Regisseur Thomas Bodenstein daran gemacht, die Geschichte auch auf die Kinoleinwand zu zaubern. „Ritter Rost“ ist ein amüsantes Animationsabenteuer in 3D, in dem die jungen Zuschauer von sechs bis 10 Jahren auf alte Bekannte treffen werden.
Ritter Rost ist ein schwächlicher Ritter, nicht gerade eine Zierde seiner Zunft. Der blecherne Held, dessen Herz für Burgfräulein Bö schlägt, ist ein eher ängstlicher Recke. Zu seinem eigenen Erstaunen gelingt es ihm eines Tages, den eitlen Prinzen Protz auf einem Turnier zu besiegen. Der Prinz ist daraufhin in seiner Ehre gekränkt und beschuldigt Rost, nur durch Lug und Trug siegreich gewesen zu sein. König Bleifuß glaubt dem Verlierer und entzieht Rost alle Ritterwürden. Auch Bö, die sonst immer zu Rost gestanden hat, schlägt sich auf die Seite des Prinzen. Rost muss etwas unternehmen, um seine Ehre zu retten und auch Bö zurückzugewinnen. Ihm zur Seite stehen seine beiden besten Freunde, das Pferd Feuerstuhl und der Drache Koks. Gemeinsam müssen sie viele Abenteuer bestehen und die eigene Furcht überwinden.
Es gibt heute kaum ein Kind, das nicht von den beiden Autoren Jörg Hilbert und Felix Janosa entworfenen Geschichten um den ängstlichen Ritter Rost aufgewachsen ist. Die Lieder, die zu den Büchern geschrieben wurden, gehören ebenfalls zum Repertoire der Kleinen. Die Hörspielfassungen der 1999 eigentlich als Musical-Hörspiel konzipierten Geschichte sind in vielen Kinderzimmern zur Standardeinrichtung geworden. Es verwundert ein wenig, dass es so lange gedauert hat, bis es das Schrottland und seine Bewohner ins Kino geschafft haben. Nur eine Verfilmung, die eher unbeachtet blieb, wurde für das Fernsehen unter dem Titel „Ritter Rost – ein vorbildliches Weihnachtsfest“ gedreht, natürlich nur zweidimensional und technisch nicht so ausgereift. 
Für die neue Verfilmung in 3D, die am 10. Januar ins Kino kommen wird, haben die Macher keine Mühen gescheut. Liebevoll entworfene Animationsfiguren, brillante Technik und eine ganze Schar prominenter Sprecher sollen für einen unterhaltsamen Film garantieren. Allen voran sprechen Comedian Rick Kavanian den Ritter Rost und Carolin Kebekus das Burgfräulein Bö. Rosts Widersacher, Prinz Protz, leiht Stromberg-Schauspieler Christoph Maria Herbst seine Stimme, und in einer Nebenrolle ist „Hausmeister-Krause“ Tom Gerhardt zu hören.
Trotz oder gerade wegen dieses Aufmarsches an TV-Prominenz und der eingesetzten technischen Raffinessen fehlt dem Film etwas, das dem Buch und den Hörspielen den schrägen Humor und das Herzliche gaben. Zu glatt wirkt die Geschichte, zu perfekt sind die Figuren gestaltet. Dennoch werden Kinder an den Abenteuern von Ritter Rost und seinen Freunden viel Freude haben – und die Erwachsenen drücken einfach ein Auge zu.


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