Sherlock Holmes 2 - Spiel im Schatten

 

title: Sherlock Holmes 2 - Spiel im Schatten
article: Bereits zum zweiten Mal lässt Guy Richie, englischer Regisseur und Ex-Mann von Popikone Madonna, den Meisterdetektiv Sherlock Holmes auferstehen. In einer furiosen Verfilmung zeigt sich erneut ein exzentrischer, ironischer Holmes, der mit dem etwas biederen Meisterdetektiv aus der Bakerstreet, den Sir Arthur Conan Doyle einst ersann, nur wenig gemeinsam hat.
Im Jahre 1891 wird der österreichische Kronprinz tot aufgefunden. Obwohl sein Tod nach Selbstmord aussieht, ahnt Sherlock Holmes, dass hier eine größere Verschwörung am Werk ist. Als dann noch in Straßburg eine Bombe explodiert und seine Bekannte Irene Adler ermordet wird, kombiniert der Meisterdetektiv, dass nur sein Erzfeind, der geniale Professor James Moriarty, dahinter stecken kann. Doch ohne die Hilfe seines Freundes und Helfers Watson wird er das Komplott nicht aufdecken können. Nur hat Watson gerade geheiratet und sich auf Hochzeitsreise begeben. Kurzerhand schmeißt Holmes die Braut aus dem Zug und überredet den jungen Ehemann, einen letzten Fall mit ihm zu lösen. Zusammen mit der Zigeunerin Sim, die sie vor einem Anschlag retten, führt die Suche nach Moriarty sie durch halb Europa. In der Schweiz, wo eine Konferenz hochrangiger Diplomaten stattfindet, an der auch Sherlocks Bruder Mycroft teilnimmt, führen die Fäden schließlich zusammen. Holmes und Watson müssen schnell handeln, wenn der Friede gerettet werden soll…
Guy Richie hat einen rasanten Film geschaffen, der an zahlreichen Schauplätzen spielt. Ob in der Londoner Wohnung von Holmes, dem Zigeunerlager in Frankreich, die Waffenfabrik in Deutschland oder das in den Bergen gelegene Schloss in der Schweiz – die Ausstattung wirkt jeweils sehr authentisch. Die bereits im ersten Teil angewandte Technik, die Gedankengänge des Detektivs mit Einzelszenen für den Zuschauer nachvollziehbar zu gestalten, trägt auch im zweiten Teil zum größeren Verständnis bei. Der grandiose Soundtrack lässt die Handschrift des Oscar prämierten Hans Zimmer erkennen.
Vor allem aber wirkt der Film durch seine Darsteller, die hervorragend darüber hinwegtäuschen, dass es an einer richtigen Handlung fehlt. Nie hat es einen besser aussehenden Watson gegeben. Jude Law spielt den Helfer mit Eleganz und der nötigen Portion Ironie. Robert Downey jr. darf in allerlei Verkleidungen sein komödiantisches Talent zeigen. Parallelen zu Jack Sparrow aus „Piraten der Karibik“ sind unverkennbar, nur scheint Downey in seiner Rolle noch um einiges extravaganter als Johnny Depp. Sehr blass dagegen wirkt Jared Harris als Moriarty. Den genialen Schurken nimmt der Zuschauer dem hier etwas bieder wirkenden Harris nicht so recht ab. Eine erfreuliche Bereicherung ist Stephen Fry als Mycroft Holmes, dessen Nacktszene an Komik kaum zu überbieten ist. Noomi Rapace als Zigeunerin Sim ist hübsch anzuschauen, wird aber durch die Downey und Law sehr in den Schatten gedrängt. 
„Sherlock Holmes – Spiel im Schatten“ ist ein ausgesprochen schneller Film mit vielen Actionszenen und witzigen Einfällen. Wer den Vergleich zum Sherlock Holmes von Conan Doyle sucht, wird allerdings enttäuscht sein. Für alle anderen verspricht der Film einen äußerst unterhaltsamen Kinoabend.

Regie: Guy Ritchie
Schauspieler: Robert Downey Jr., Jude Law, Eddie Marsan
Genre: Action, Crime
Länge: 128 min.
Land: USA 2011
Starttermin Deutschland: 22.12.2011
FSK: ab 12 Jahre
Originaltitel: Sherlock Holmes: A Game of Shadows
Filmverleih: Warner

Bereits zum zweiten Mal lässt Guy Richie, englischer Regisseur und Ex-Mann von Popikone Madonna, den Bereits zum zweiten Mal lässt Guy Richie, englischer Regisseur und Ex-Mann von Popikone Madonna, den Meisterdetektiv Sherlock Holmes auferstehen. In einer furiosen Verfilmung zeigt sich erneut ein exzentrischer, ironischer Holmes, der mit dem etwas biederen Meisterdetektiv aus der Bakerstreet, den Sir Arthur Conan Doyle einst ersann, nur wenig gemeinsam hat.

Im Jahre 1891 wird der österreichische Kronprinz tot aufgefunden. Obwohl sein Tod nach Selbstmord aussieht, ahnt Sherlock Holmes, dass hier eine größere Verschwörung am Werk ist. Als dann noch in Straßburg eine Bombe explodiert und seine Bekannte Irene Adler ermordet wird, kombiniert der Meisterdetektiv, dass nur sein Erzfeind, der geniale Professor James Moriarty, dahinter stecken kann. Doch ohne die Hilfe seines Freundes und Helfers Watson wird er das Komplott nicht aufdecken können. Nur hat Watson gerade geheiratet und sich auf Hochzeitsreise begeben. Kurzerhand schmeißt Holmes die Braut aus dem Zug und überredet den jungen Ehemann, einen letzten Fall mit ihm zu lösen. Zusammen mit der Zigeunerin Sim, die sie vor einem Anschlag retten, führt die Suche nach Moriarty sie durch halb Europa. In der Schweiz, wo eine Konferenz hochrangiger Diplomaten stattfindet, an der auch Sherlocks Bruder Mycroft teilnimmt, führen die Fäden schließlich zusammen. Holmes und Watson müssen schnell handeln, wenn der Friede gerettet werden soll…

Guy Richie hat einen rasanten Film geschaffen, der an zahlreichen Schauplätzen spielt. Ob in der Londoner Wohnung von Holmes, dem Zigeunerlager in Frankreich, die Waffenfabrik in Deutschland oder das in den Bergen gelegene Schloss in der Schweiz – die Ausstattung wirkt jeweils sehr authentisch. Die bereits im ersten Teil angewandte Technik, die Gedankengänge des Detektivs mit Einzelszenen für den Zuschauer nachvollziehbar zu gestalten, trägt auch im zweiten Teil zum größeren Verständnis bei. Der grandiose Soundtrack lässt die Handschrift des Oscar prämierten Hans Zimmer erkennen.

Vor allem aber wirkt der Film durch seine Darsteller, die hervorragend darüber hinwegtäuschen, dass es an einer richtigen Handlung fehlt. Nie hat es einen besser aussehenden Watson gegeben. Jude Law spielt den Helfer mit Eleganz und der nötigen Portion Ironie. Robert Downey jr. darf in allerlei Verkleidungen sein komödiantisches Talent zeigen. Parallelen zu Jack Sparrow aus „Piraten der Karibik“ sind unverkennbar, nur scheint Downey in seiner Rolle noch um einiges extravaganter als Johnny Depp. Sehr blass dagegen wirkt Jared Harris als Moriarty. Den genialen Schurken nimmt der Zuschauer dem hier etwas bieder wirkenden Harris nicht so recht ab. Eine erfreuliche Bereicherung ist Stephen Fry als Mycroft Holmes, dessen Nacktszene an Komik kaum zu überbieten ist. Noomi Rapace als Zigeunerin Sim ist hübsch anzuschauen, wird aber durch die Downey und Law sehr in den Schatten gedrängt.

„Sherlock Holmes – Spiel im Schatten“ ist ein ausgesprochen schneller Film mit vielen Actionszenen und witzigen Einfällen. Wer den Vergleich zum Sherlock Holmes von Conan Doyle sucht, wird allerdings enttäuscht sein. Für alle anderen verspricht der Film einen äußerst unterhaltsamen Kinoabend.

 


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