Zimt und Koriander

Wie lernt man als Kind am besten Astrophysik und merkt sich die Planenten? Diese Frage, und noch viel mehr, beantwortet dieser Film in wunderbarer Weise.

Fanis Iakovidis ist ein griechischer Dozent für Astrophysik der in Athen lehrt und lebt. Er stammt aus eine griechischen Familien, die vor der Zypernkrise, wie viele weitere Griechen auch, in Konstantinopel (heute Istanbul) gelebt hat. Die ganze Familie musste ausreisen, nur der Großvater blieb dort und wollte nachkommen, was er jedoch nie gemacht hat. Kurz bevor Fanis eine Gastprofessur annehmen sollte erfährt er, dass sein Großvater endlich zu Besuch kommen möchte. Am geplanten Tag erkrankt dieser aber und Fanis fährt nach Istanbul zu seinem Großvater. Hier erlebt er in seinen Erinnerungen eine Reise in die Vergangenheit. Man erfährt vom Gewürzgeschäft seines Großvaters, wie dieser Fanis mit Hilfe von Gewürzen die Planeten erklärt hat, wie er das Kochen gelernt hat, die Ausreise nach Athen, sein Aufwachsen dort als griechischer Türke und auch auf seine Kindheitsliebe trifft er wieder.

Dieser Film zeigt in einzigartiger Weise die Problematik der Beziehung zwischen der Türkei und Griechenland. In tragischen aber auch witzigen Szenen erfährt man die Geschichte der Familie Iakovidis, die in Konstantinopel gelebt hat (von allen immer nur "die Stadt" genannt) und ausreisen musste. Nur der Großvater wollte "die Stadt" nicht verlassen und Fanis sah ihn nie mehr. Zimt und Koriander ist ein wirklich zu empfehlender Film über die Griechen, den Zypernkonflikt aber auch über das Kochen. Ein Film den man nur empfehlen kann.


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